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Im Schuljahr 2009/2010 startet in Bayern die Einführung der neuen Oberstufe. Die Vorbereitungen laufen allerdings schon seit diesem Schuljahr (2007/2008) auf Hochtouren.

Die Idee der neuen Oberstufe ist älter als die Einführung des G8. Mehr als bisher sollen eine Stärkung des Grundlagenwissens, Berufs- und Studienorientierung und die Förderung von Schlüsselkompetenzen wie z.B. Präsentationstechniken und Teamfähigkeit im Mittelpunkt stehen. Dazu wurden die Stundentafeln neugestaltet, die Zahl und Festlegung der Abiturfächer verändert und sog. W- und P-Seminare eingeführt.

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Zunächst ging es darum, die Lehrerkollegien umfassend über die Inhalte und Organisation der neuen Oberstufe zu informieren. Dazu fanden in diesem Schuljahr an unserer Schule verschiedene Fortbildungen statt. Zunächst wurden Schulleitung, Kollegstufenbetreuer und Fachbetreuer in einer dreitägigen Veranstaltung (28.2./1.3./6.3.2008) von sog. Multiplikatoren über die Gestaltung der neuen Oberstufe informiert, am 10.4.2008 das gesamte Lehrerkollegium.

Mit dieser Neukonzeption sind nun einige wesentliche Neuerungen verbunden: Stellte bisher die 11. Jahrgangsstufe die Einführungsphase in die Kollegstufe dar, wird zukünftig bereits die 10. Jahrgangsstufe der Vorbereitung der Oberstufe dienen. Änderungen gibt es vor allem bei den Fächern und deren Belegung. Es wird keine Unterscheidung zwischen Grund- und Leistungskursen mehr geben, sondern einen Grundkanon von Fächern, der von allen Schülern mit der gleichen Stundenzahl belegt werden muss. Deutsch, Mathematik, Geschichte, Religion und Sport sind für alle Schüler gleichermaßen verpflichtend. Dazu kommt, dass Geschichte nun immer mit einer Stunde Sozialkunde verbunden ist. Belegen muss der Schüler im Weiteren eine Fremdsprache seiner Wahl, ebenso eine Naturwissenschaft. Darüber hinaus kann er wählen zwischen einer weiteren Fremdsprache und einer weiteren Naturwissenschaft, zwischen Wirtschaft und Geographie, zwischen Musik und Kunst. Im Rahmen der hier aufgezeigten Wahlmöglichkeiten und des noch zu erläuternden Profilbereichs ist dabei nun nach wie vor eine individuelle Schwerpunktbildung im mathematisch-naturwissenschaftlichen, sprachlichen, gesellschaftswissenschaftlichen oder künstlerischen Bereich.

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W- und P-Seminare

Ganz neu ist der erwähnte Profilbereich. Dieser besteht aus dem wissenschaftspropädeutischen Seminar, dem sog. W-Seminar, und dem Projektseminar, d.h. dem P-Seminar, und weiteren Fächern, die man frei aus dem Angebot der Schule wählen kann. Im Mittelpunkt des zweistündigen wissenschaftspropädeutischen Seminars (W-Seminar) steht ein wissenschaftsorientiertes Rahmenthema wie etwa „Immigration“ im Leitfach Englisch oder „Wege zur Demokratie“ im Leitfach Sozialkunde oder „Naturkatastrophen“ im Leitfach Erdkunde, um nur einige wenig Beispiele zu nennen. Die Schüler sollen nun in der vertieften Erarbeitung von Einzelaspekten wie etwa „Cubans in Florida“ oder „Demokratiebewegung in China“ wissenschaftliche Arbeitstechniken und fachbezogene Methoden erproben und umsetzen. Ziel ist es hier im Verlauf eines Jahres eine individuelle Seminararbeit anzufertigen, deren Erarbeitung in Zwischen- und Abschlusspräsentationen transparent zu machen ist, um so letztlich zentrale Schlüsselkompetenzen zu erlernen wie etwa Zeitmanagement und wesentliche Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens.

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Zusätzlich zu diesem sog. W-Seminar wird es ein zweites Seminar geben, das Projektseminar zur Studien- und Berufsorientierung, das sog. P-Seminar. Neben Orientierungswissen zur Studien- und Berufswahl und Einblick in die berufliche Praxis sollen hier vor allem Anregungen zu einer praxisbezogenen Projektarbeit geboten werden. Eine Schülergruppe bekommt ein Projektthema und enthält die Aufgabe, innerhalb von zwei Schulhalbjahren dieses gemeinsam zu bearbeiten und zu präsentieren. Gefordert werden hier Teamfähigkeit und Projektmanagement als zentrale Schlüsselkompetenzen.

Einige Beispiele für solche Projekte:

  • Neugestaltung des Schulhofs (Ideenentwicklung, Planung, Verhandlung mit verschiedenen Projektpartnern, Umsetzung)
  • Erstellen einer Broschüre (Inhaltliche Konzeption, Informationsbeschaffung, Design, Marketing/Vetrieb) - Ausstellung (Ideen, Beschaffung von Material, Präsentation, Zusammenarbeit mit Museen)

In beiden Bereichen (P- und W-Seminar) wird die Schule den Schülerinnen und Schülern verschiedene Seminarthemen anbieten, für die sich die Schüler dann bewerben können.

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Abiturprüfung

Wesentliche Neuerungen wird es zudem auch bei der Abiturprüfung selbst geben. Die Abiturprüfung muss zukünftig nicht mehr nur in vier Fächern, sondern in fünf abgelegt werden. Dazu gehören Deutsch und Mathematik als verpflichtende schriftliche Abiturfächer. Hinzu kommt eine weitere Fremdsprache, verpflichtend ein Fach aus dem Bereich „Gesellschaftswissenschaft, Religion oder Ethik“ und ein Abiturfach aus dem Bereich „Fremdsprache, Naturwissenschaft, Kunst, Musik oder Sport“. In einem dieser Fächer muss eine schriftliche Prüfung absolviert werden, in den anderen beiden eine mündliche Prüfung. Die Abiturnote errechnet sich dann ähnlich wie bisher aus den Leistungen, die während der Kursphase, d.h. jetzt von 11/1 bis 12/2 erzielt werden, und den Leistungen, die sich in der abschließenden Abiturprüfung ergeben.

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Die Schülerinnen und Schüler der derzeitigen 9. Jahrgangsstufe werden im Laufe des kommenden Schuljahrs von den Oberstufenkoordinatoren ausführlich über die Organisation der neuen Oberstufe beraten werden und dürfen dann im Schuljahr 2009/2010 mit dem neuen Oberstufenkonzept starten.

Abiturfächer

Fach
Prüfungsart
1. Deutsch
schriftlich
2. Mathematik
schriftlich
3. Fremdsprache

 

Nach Wahl des Schülers:
1x schriftlich
2x mündlich
4. eine Gesellschaftswissenschaft wie G, Sk, Geo, WR, K, Ev,  Ethik
5. je nach Wahl B, C, Ph, Inf (nur NTG), weitere Fremdsprache, Kunst, Musik oder Sport

 

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Stundentafel

Pflichtbereich
Jgsst. 11
Jgsst. 12
Religion (K, Ev oder Ethik)
2
2
Deutsch
4
4
Mathematik
4
4
Geschichte + Sozialkunde
2+1
2+1
Sport
2
2
Wahlpflichtbereich

 

 

Fremdsprache 1 (E, Fr, L)
4
4
Naturwissenschaft 1 (Ph, C, B)
3
3
Naturwissenschaft 2 oder Inf. oder Fremdsprache 2
3-4
3-4
Wirtschaft oder Geographie
2
2
Musik oder Kunst
2
2
Profilbereich

 

 

Wissenschaftsprop. Seminar
2
2
Projekt-Seminar
2
2
Weitere indiv. Profilbildung
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