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Am 08.10.2009 sind wir mit der Comeniusgruppe zu ISFOC (Instituto de Sistemas Fotovoltaicas de Concentratión) gefahren. ISFOC ist ein staatliches Unternehmen, das die Prototypen von Photovoltaikzellen aufkauft. Diese wurden vor Allem in Forschungslaboren entwickelt. Aber ihnen fehlte das Geld, um sie ausgiebig zu testen und auf den Markt zu bringen, also kaufte ISFOC die „Ideen“ auf und produzierte die Zellen. Jetzt stehen seit 2006 die fertigen PV-Zellen auf einem 4 ha großem Feld in Puertollano (Spanien :D) und werden dort von 23 Wissenschaftlern getestet. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Falls die Sonne durchgehend scheint, kann ein Panel den Strom für einen Haushalt produzieren. Die Höchstleistung des Parks beträgt 800kW.

Es werden zwei verschiedene Arten von Solarzellen benutzt: Linsen- und Spiegelsystem. Beide Systeme bündeln die Sonnestrahlen auf eine sehr kleine Fläche (1mm² – 1cm²). Dadurch wird die Energie der Sonne 500 mal verstärkt, wodurch im Endeffekt der Wirkungsgrad von 14% (normale PV) auf 20% steigt (unter Laborbedingungen bis zu 40%). Der Nachteil dieser Panels ist aber, dass sie ständig dem Sonnenstand folgen müssen. Dazu werden die Solarzellen auf sogenannten Trackern (Nachführungen) montiert. Hier wird im 20-Sekundentakt das gesamte Panel der Sonne nachgeführt. Zusätzlich wurde extra eine kleine Wetterstation gebaut, um auch die Energiegewinnung in Abhängigkeit vom Wetter zu bebachten.

Danach haben wir noch kurz eine gigantische 50MW-Solarthermieanlage der Firma ibredrola extern.gif angeschaut. Diese funktioniert, indem die Sonne eine Flüssigkeit erwärmt, die die Sonnenernergie auf das Wasser überträgt, welches dann verdampft und dadurch eine Dampfturbine antreibt. Da sich die Solarthermieanlage aber in der Testphase befindet, konnten wir hier leider keine Führung bekommen. . Adios amigos!

Weitere Bilder finden Sie tagesaktuell hier intern.gif!
Grüße aus Torréjon de Ardoz von der Comenius-Projektwoche (Teil V) intern.gif

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