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Am Mittwoch (07.10.2009) waren wir vormittags in der Universidad Autonama de Madrid. Es gab insgesamt drei Stationen, bei denen wir Einblicke in die aktuelle Forschung rund um Katalysatoren und deren Einsatz im Bereich der erneuerbaren Energien. Als Erstes wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. 

1. Station: Hier haben wir mehr über die Herstellung von Biodiesel, durch Zusammenführen verschiedener Gase, die auch aus Biomasse gewonnen werden, erfahren. Biomasse kann in diesem Fall Mais, Holz, Fleisch etc... sein.

Nach der ersten Station stellte uns der Institutsleiter, Prof. Joaquín Pérez Pariente, den Arbeitsbereich seiner Mitarbeiter im Rahmen einer kleinen Vorlesung vor. Er ging hierbei besonders auf die Rolle der erneuerbaren Energientraeger ein und verglich hier die Wirkungsgrade mit denen unsere derzeitigen fossilen Energieträger.

2. Station: Hier wurde uns die Energieumwandlung durch die Synthese von Sauerstoff und Wasserstoff in einer Brennstoffzelle genauer erklärt. Besonders ging der Abteilungsleiter hier auf die Rolle der Membran mit eingebrachtem Katalysator ein. Wir durften sogar einen Blick in das Laboratorium werfen, in dem solche Spezialmembranen hergestellt werden.

3. Station: Uns wurde die Herstellung von Wasserstoff durch das Zusammenführen von Methanol /Ethanol mit Wasser gezeigt, auch hier spielte der Katalysator eine wichtige Rolle. Darüber hinaus erfuhren wir Einzelheiten über einen neuen Katalysator, der zusammen mit einem Halbleiter mit Hilfe des Sonnenlichtes Wassermoleküle in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten kann. 

Hiermit war unsere Fuehrung durch die Universität beendet und nach einem Gruppenfoto ging es weiter nach Toledo.

Nach der langen Busfahrt und einer lustigen Pause, stellte uns Adolfo, unser Guide, die Stadt vor. Obwohl wir schon zu Beginn sehr begeistert vom Aussehen der Stadt waren, überraschte uns dieser Ort im Laufe des Nachmittags immer wieder auf ein Neues. Umgeben von einem Fluss, in den Bergen gelegen, ist und war Toledo schon immer sicher vor Feinden, so dass diese Stadt nie von Feinden eingenommen wurde. Von der Natur geschaffen, gibt es viele kleinere Pfade die zu großen Klippen führen, die Aussicht von dort ist ein Traum. Man sieht das Wasser, die Berge, die zwei Bruecken, Alcantara und die St. Martin Bruecke, eine im Osten und die andere im Westen. Erst von den Roemern, dann von Muslimen und Juden und zuletzt von Christen beherrscht und bewohnt, kein Wunder, dass es in Toledo viele kulturelle Attraktionen, wie z.B. die zwei Synagogen, St. Thomas Kirche oder die schönste Kathedrale Spaniens, zu besichtigen gibt.

Unglaublich das hier drei Weltreligionen über eine lange Zeit friedlich miteinander gelebt haben! Deutlich wird dies auch in der Kunst und Architektur, so dass man beispielsweise in der Kathedrale, oestliche, muslimische Noten auffinden kann. Nach der interessanten Führung und den vielen Einblicken in die "Drei-Kulturen-Stadt" konnten wir anschließend eine einstuendige Selbstentdeckungstour durch Toledo inklusive Shopping & Souvenirkauf gestalten!

Hasta luego und bis morgen!

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