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Manroland_logo.svgNach dem erfolgreichen Tag der Technik am Jakob-Fugger-Gymnasium ermöglichte es die manroland web system GmbH zwei Klassen an einer Besichtigung der Produktionsanlagen teilzunehmen. In Zeiten digitaler Medien sinkt die Auflage von nahezu jeder Tageszeitung und alternativer Druckmedien. Es ist also die Herausforderung an die Hersteller von Produktionsanlagen, immer ökonomischer zu fertigen. Diesem Trend stellt sich natürlich auch die manroland web system GmbH. So werden die Produktionsprozesse immer effizienter an den Anforderungen der Kunden ausgerichtet.

Nach dem jahrelangen Trend, immer größer zu produzieren, setzt sich mehr und mehr die Tendenz durch, die Anlagen schneller und kleiner zu machen. So ist die Durchlaufgeschwindigkeit des Papiers durch die Druckrollen bei 14 m/s, das entspricht ungefähr 50 km/h. Um diese Prozesse zu optimieren, werden immer höhere Anforderungen an das Material und die Produktionsanlagen gestellt. Automatisation, d.h. am Besten 24 h produzieren, ohne Störungen, Ausfälle und Unterbrechungen, sind die Anforderungen an die Hersteller.

Um diese Fertigungspräzision zu garantieren, verwendet die Firma nahezu nur Teile für ihre Druckmaschinen, die sie auch selbst gefertigt hat. Nach der Materialbeschaffung, es werden ca. 800 verschiedenen Metalle benötigt, erfolgt der Fertigungsprozess fast ausschließlich vor Ort. So kann die Qualität der Produkte fortlaufend untersucht und überprüft werden.

Bis vor wenigen Jahren wurden Druckmaschinen vor Ort in Augsburg komplett aufgebaut, in Betrieb genommen und demontiert. Danach wurden die Teile zum Kunden geliefert und wiederum vor Ort zusammengeschraubt. Da Druckmaschinen aus bis zu 2 Millionen Teilen bestehen, dauerte der Aufbau vor Ort zum Teil mehrere Monate.

Manroland_COLORMAN_4257Neue Produktionsmethoden ermöglichen einen modularen Aufbau. So werden die Drucktürme, die teilweise 100 m lang und 20 m hoch sind, in Module untergliedert. Diese werden dann bei der manroland web system GmbH fertig produziert und beim Kunden nur noch "zusammengesteckt". So kann eine optimale Fertigung garantiert werden und der Kunde innerhalb kürzester Zeit mit der Produktion beginnen. Je nach Anforderung können so zwischen 30.000 bis 750.000 Zeitungen pro Stunde produziert werden. Um den Zeitraum zwischen den einzelnen Fertigungsaufträgen von Tageszeitungen zu überbrücken, entwickeln die Ingenieure ständig neue Module, die der Kunde dann in seine bestehende Maschine integrieren kann, um z.B. alternative Druckaufträge zu erledigen. Ganz spannend ist zur Zeit die Fertigung von Büchern "just-in-time". Um große Lagerbestände, wie sie z.B. Amazon hat, zu reduzieren, können Bücher dann direkt nach einer Bestellung gedruckt werden.

Um diese Technik in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln und die Position als einer der Weltmarktführer für Druckanlagen zu halten, werden natürlich Spitzenkräfte aus Technik und Wirtschaft benötigt. Um im globalen Wettbewerb bestehen zu können, legt die manroland web system GmbH sehr viel Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Der manroland web system GmbH versucht in einem Ausbildungsverbund den Standort Augsburg am Leben zu erhalten und immer wieder neu zu positionieren. Es liegt also auch an den Schülern und kommenden Ingenieuren, mitzuhelfen, Technik „made in Germany" weiterhin voranzubringen.

Diesen Appell richtete auch der Vertreter der manroland web system GmbH, Martin Hackl, der seit über 40 Jahren mit echtem Herzblut und Druckerschwärze dem Unternehmen verbunden ist. Ihm gilt ein sehr großer Dank für die sehr kompetente und begeisternde Führung.

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Im Anschluss hatten sich die Schüler ein sehr leckeres Mittagessen in der werksinternen Kantine verdient.

Ein großer Dank geht an Ricarda Schillinger und Thomas Böck von der manroland web system GmbH und Jörg Haas, die uns diese Betriebsbesichtigung ermöglicht haben.

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