Tutoren

Tutoren im SchullandheimVon Schülern für Schüler - Die Tutoren


Schon immer bedeutet der Eintritt ins Gymnasium für die Fünftklässler einen
tiefen Einschnitt in ihr Leben. Alles ist beängstigend neu:  

  • Die Klassenkameraden sind fremd. Es müssen nicht nur neue Kontakte zu unbekannten Lehrern, sondern auch zu den Mitschülern geknüpft werden.
  • Der Unterricht läuft im 45-Minuten-Takt. Mit Stundenbeginn kommt ein neuer Fachlehrer, er bringt neuen Lernstoff aus neuen Lehrbüchern. Da bleibt keine Zeit zum Träumen.
  • Eine neue Unterrichtsform löst die spielerische Erziehungs- und Lernphase der Grundschule ab. Der Stoff wird abstrakter und viel schneller dargeboten. Die Bezugsperson für die Neuanfänger ist der Klassenleiter, der - im Vergleich zur Grundschule - auch nur wenige Stunden in der Klasse unterrichtet. Hinzu kommen noch 6-8 Fachlehrer. Sie alle versuchen zusammen mit der Schulleitung und den Eltern den Übergang in die neue Schulform reibungslos zu gestalten. 

Eine große Unterstützung bei diesem Eingliederungsprozess ist es, wenn die Fünftklässler schnell engen Kontakt zu "ihren" Tutoren finden.

Mit kurzen Unterbrechungen gibt es dieses Betreuersystem an unserem Gymnasium seit 1970. Zunächst waren es Schüler der SMV, die für die "Jüngsten" sorgten, heute ist es eine eigenständige Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die Ende der 8. Klasse die Helferaufgaben übernehmen und sie drei Jahre innehaben.

Als vorzüglicher Einstieg erwies sich unser Schnuppernachmittag:
die "Neuen" treffen sich mit ihren Klassenlehrern und den Betreuern bereits im Juli in ihren Unterrichtsräumen zum Probesitzen und zu Fragen über Fragen. Am ersten Schultag gibt es dann weniger Aufregung und Ängste, man kennt sich.

Seit Jahren sind die Tutoren mit allen schulischen Besonderheiten gut vertraut, sie beherrschen den schülernahen Ton und sind damit "Jemand zum Anfassen". Auf einen Blick sehen sie Probleme, helfen spontan und sind über die Spielfreude hinaus echte Organisationsgenies. Neben den Pausenkontakten in den ersten Wochen, beim Tischtennis und mit viel Informationen gibt es - über das ganze Schuljahr verteilt - zahlreiche Fixpunkte: großes Geländespiel im Schullandheim, Mitgestaltung der Weihnachtsfeier, Veranstaltungen wie Theateraufführungen, das Sommerfest, die Elternabende sind ohne die kräftige Hilfe der Tutoren kaum denkbar.

Maria Pöttinger

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