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Transdisziplinäre erlebnispädagogische Studienfahrt der Klasse 9c


In Begleitung von Frau Nägelein, Frau Schillinger und Herrn Haas machte sich unsere Klasse 9c vor kurzem auf den Weg zu einer dreitägigen Studienfahrt in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt ins idyllische Gunzesrieder Tal. Kaum hatten wir nach einer gemeinsamen Wanderung vom Mittag hinab unsere Unterkunft erreicht, erwartete uns vor Ort auch schon der zuständige Förster Herr Burger zu einer Führung durch den Wald.

Nach insgesamt sechs Stunden Wanderung waren die meisten froh, endlich bei unserer Hütte angekommen zu sein. Nach Einteilung des Küchendienstes und einer ausgiebigen Stärkung in Form von selbst zubereiteten Spaghetti Napoli ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.

Am Dienstag lernten wir nach dem Frühstück Wendy, die Seilbahnexpertin, Sascha, den Profi für Orientierung, und Frau Meisterhans, unsere Wasseranalystin kennen. Alle drei sollten in den beiden vor uns liegenden Tagen spannende Aufgaben für uns bereithalten. Zunächst teilten wir uns in drei Gruppen ein, wobei jeder der Gruppen eine der begleitenden Lehrkräfte zugewiesen wurde. Dann wiesen uns unsere drei Experten in die von ihnen vorbereitete Aufgabe ein.

Beim Bau der Seilbrücke war besonders viel Teamgeist notwendig. Zunächst galt es, eine Test-Seilbrücke zu bauen, was nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten auch gelang. Danach wurde es richtig ernst: nun galt es, eine richtige Seilbrücke über den Ostertalbach zu konstruieren. Leichter gesagt als getan, denn drei der sechs Teammitglieder mussten sich dazu auf die andere Seite des Baches begeben. Erst nachdem uns Wendy deutlich machte, dass es im Team ganz entscheidend auf ständige Kommunikation ankommt, konnten wir die Aufgabe erfolgreich lösen.

Nach einer kurzen Stärkung waren wir bereit für Aufgabe 2: die Wasseranalyse. Nachdem uns Frau Meisterhans die verschiedenen Methoden zur Wasseranalyse erläutert hatte, kamen wir zu dem Ergebnis, dass das Wasser des Ostertalbachs absolut rein und von bester Qualität ist. Daran anschließend erklärte uns Frau Meisterhans noch die verschiedenen Aufgaben eines Baches. Beispielsweise dient er nicht nur als hervorragende Wasserquelle, sondern auch als Lebensraum für unzählige Tierarten. Letzteres sollten wir mit der Suche nach Groppen (aus der Familie der Knochenfische) unter Beweis stellen.

Nach einem ereignisreichen Tag wieder in der Hütte angekommen, stand als geselliger Abschluss ein gemeinsamer Grillabend auf dem Programm. Nach der Vernichtung des Salatbuffets und dem obligatorischen Spülen stand dann Kartenspielen oder Ähnliches auf dem Programm. Leider musste die "Sternstunde" (Beobachtungen und Erklärungen rund um den Sternenhimmel) wetterbedingt entfallen.

Tag drei hielt für uns die letzte Aufgabe bereit: die Orientierungstour mit Sascha. Nachdem wir eine kleine Einweisung in dieses Thema erhalten hatten und uns als Hilfsmittel Kompass und Karte zur Verfügung gestellt worden waren, waren wir ganz auf uns alleine gestellt und sollten einen auf der Karte markierten Punkt finden. Hier spielte vor allem der Aspekt der Kommunikation untereinander eine wichtige Rolle. Bei jedem der insgesamt drei Markierungen stand uns eine Prüfung bevor, wie etwa das Zusammensetzen eines "Teppichweges" aus runden Stoffresten. Beim Überqueren einer Brücke galt es dann, sich stets nur auf den Teppichflicken zu bewegen und nicht daneben zu treten.

Bei der nächsten Markierung sollten wir paarweise eine Brücke überqueren, wobei einem von beiden die Augen verbunden wurden und derjenige von seinem Partner geführt werden musste, was nicht bei jedem Paar ganz reibungslos verlief.

Am Ende stand dann noch das Gesamtfeedback auf dem Programm. Dabei kamen wir zu dem Schluss, dass die drei Tage nicht nur für die Schüler und Schülerinnen jede Mange neuer Erkenntnisse mit sich brachten. Gleiches galt auch für die begleitenden Lehrkräfte Frau Nägelein, Frau Schillinger und Herrn Haas.

Nach der Verabschiedung von unseren Mentoren ging es dann nach einem letzten schönen Ausblick auf die Berge direkt zum Bahnhof. Erfüllt von Eindrücken und Erlebnissen kamen wir alle wieder gesund in Augsburg an. Die transdisziplinäre erlebnispädagogische Studienfahrt war für alle eine überaus große Bereicherung - wir haben nicht nur viel Wissenswertes erfahren, sondern uns auch sehr viel besser kennen gelernt.

Weitere Bilder zur Studienfahrt finden Sie hier intern.gif!

 

Die Fachschaften Biologie, Chemie und Physik, auf deren Initiative diese Studienfahrt durchgeführt wurde, bedanken sich an dieser Stelle beim Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit extern.gif, das diese Studienfahrt im Rahmen der Umweltbildung an bayerischen Schulen über die Umweltstation Augsburg extern.gif gefördert hat und beim Förderverein des Jakob-Fugger-Gymnasiums intern.gif. Wir bedanken uns auch ganz herzlich für die gelungene Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsagentur für Outdooraktivitäten open2enterprise extern.gif.

Regine Plath & Jörg Haas

 
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