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Dachau bild 1Es war neblig und kalt in Dachau, als die neunten Klassen unserer Schule zusammen mit Frau Obermeier, Frau Keller, Herrn Dr. Ihrig und Herrn Höfer am 24.11.2016 das ehemalige Konzentrationslager besuchten. Wir hatten schon vor der Exkursion im Unterricht viel über das Thema Nationalsozialismus und auch über das Konzentrationslager Dachau erfahren, aber nun selbst in dem früheren KZ zu stehen, war dann doch bedrückender als nur davon zu hören.

Auf dem eisernen Tor am Eingang der Gedenkstätte steht „Arbeit macht frei“. Dieses falsche Versprechen weckte bei den Häftlingen die Hoffnung, eines Tages wieder durch Arbeit freizukommen. Dies war jedoch nur blanker Hohn der Nationalsozialisten, denn aus dem KZ sind nur sehr wenige wieder entlassen worden. Hinter dem Tor kamen wir auf einen riesigen Kiesplatz, den sogenannten Appellplatz. Dort teilte uns der Besichtigungsleiter später mit, dass die Häftlinge bei jedem Wetter oft stundenlang starr stehen mussten, wenn durchgezählt wurde. Die Vorstellung, wie die KZ-Häftlinge in ihrer sehr dünnen Häftlingskleidung gefroren haben, ist unglaublich, da die Kälte uns schon zu schaffen machte. Auf dem Platz steht ein großes Mahnmal, das einen Zaun aus Menschen darstellt, die versuchten zu fliehen und dabei starben. Die Jahreszahlen 1933-1945 darunter zeigen, wie lange das KZ schon bestand, bis es 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurde.Dachau bild 2 Nachdem wir erst allgemeine Informationen über die KZ-Gedenkstätte Dachau und ihren Lageplan erhielten, besichtigten wir den Bunker mit einigen Zellen für Einzelhaft, wo auch Erschießungen stattfanden. Es war auch erschreckend, auf was für einem engen Raum die Häftlinge in den Baracken des sowieso schon überfüllten Konzentrationslagers leben mussten. Die Betten waren zu Stockbetten übereinandergestapelt und extrem schmal. Hinzu kam, dass es in den Baracken nicht viel wärmer war als draußen.

Dachau bild 3Nach der Besichtigung der Baracken folgte ein kurzer Fußmarsch vorbei an Denkmälern verschiedener Religionen zu den Krematorien, die etwas abseits und versteckt lagen. Zu diesen wurden die Leichen möglichst unauffällig weggeschafft und dann verbrannt. Zuletzt sahen wir uns noch einen kurzen Film über das KZ Dachau an und waren alle nach diesen schrecklichen Bildern noch erschütterter.

Diese Exkursion war lehrreich, wenn auch sehr beklemmend. Es ist wichtig, dass die Botschaft der KZ-Gedenkstätte, dass so ein Verbrechen nicht vergessen und auch nie wieder zugelassen werden darf, weiterhin an möglichst viele Schüler weitergegeben wird.

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