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IMG 1760Gruppe800x600Am Freitag, den 11. Juli 2014, war es soweit. Die gesamte Q 11 traf sich um 8:00 Uhr am Plärrer, um sich gemeinsam mit ihren Lehrern, Frau Felber, Frau Donau, Herrn Wünsch und Herrn Höfer, auf den Weg nach Nürnberg zur Besichtigung des Dokumentationszentrums „Reichsparteitagsgelände" zu machen.

Nach einer Busfahrt von ungefähr zwei Stunden kamen wir in Nürnberg an und wurden schon auf dem Parkplatz des Dokumentationszentrums mit den gigantischen Bauresten des nationalsozialistischen Regimes konfrontiert, die uns einen ersten Eindruck von dessen Größenwahn vermittelten. Zu Beginn wurden wir in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe begann mit dem Rundgang durch das Museum, die zweite Gruppe erkundete zuerst zusammen mit einem fachkundigen Begleiter das Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich.

Im Dokumentationszentrum erhielt jedes Gruppenmitglied einen Audioguide, der einen durch die Führung „begleitete" und die Filmsequenzen bzw. Informationstafeln erläuterte. Das Museum besteht aus diversen Räumen, in denen jeweils mehrere Infotafeln zu sehen waren, teilweise kurze Filme und zum Teil auch Originaldokumente aus der damaligen Zeit, z.B. ein Exemplar von Hitlers Buch „Mein Kampf".

Die Ausstellung ist so angeordnet, dass man chronologisch die Entwicklung vom IMG 1719Film800x600Aufstieg der NSDAP bis hin zu den Nürnberger Prozessen durchlaufen kann und dabei Einblick in Ursachen, Zusammenhänge und Folgen des Nationalsozialismus erhält. Im Zentrum der Ausstellung steht die Geschichte der Reichsparteitage, die auf dem Gelände des Dokumentationszentrums bis zum Ausbruch des Krieges 1939 einmal im Jahr stattfanden und eine riesige Propagandaveranstaltung der Nationalsozialisten waren. Durch das anschauliche Gesamtkonzept konnte man sich in die NS-Zeit hineinversetzen und die Geschichte noch einmal „erleben". Imposant war am Ende der Gang nach draußen auf einer sehr exponierten Stahlbrücke, von der aus man von oben in das Innere der für 50.000 Menschen ausgelegten, unvollendeten Kongresshalle blicken konnte.

Nachdem wir unseren Rundgang beendet hatten und die andere Gruppe ihre Erkundung des Reichsparteitagsgeländes abgeschlossen hatte, machten wir zunächst eine 30-minütige Mittagspause.

Anschließend machte jede Gruppe den anderen Teil der Führung. Unsere Tourleiter waren Herr Pechstein und Frau Hauffe. Zunächst gingen wir alle gemeinsam in den Innenraum der Kongresshalle, die nicht ganz fertig gestellt wurde. Anschließend teilten wir unsere Gruppe erneut auf, sodass wir zwei kleinere Gruppen hatten, um noch mehr Informationen mitnehmen zu können. Wir setzten unseren Rundgang fort und betraten die Arkaden der Kongresshalle. Dort erzählte uns Frau Hauffe etwas über den Baustil und das Material des Gebäudes. Mithilfe eines Experiments wollte sie uns die überdimensionale Größe des Gebäudes veranschaulichen (=> Videolink). Sie forderten einen unserer Mitschüler auf den Arkadengang bis zum Ende langsam entlangzugehen. Dabei konnten wir sehen, wie er immer kleiner und der Arkadenbogen immer größer wurde. Einige von uns filmten dieses Experiment mit ihren Smartphones (Film). Nach seiner Wahrnehmung befragt, erzählte unser Mitschüler, wie einsam und klein er sich gefühlt habe. Genau dies sei die Absicht dieser Architektur, wie uns Frau Hauffe erklärte. Der Einzelne sollte sich angesichts der Größe des Ganzen als völlig unbedeutend empfinden.

Panorama Reichsparteitagsgelnde800

Nach diesen Eindrücken gingen wir weiter zur großen Straße bis hin zum Zeppelinfeld. Dort endete unsere zwei-stündige Tour. An jeder „Station" wurde uns das Wichtigste geschildert und nähergebracht. Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Dokumentationszentrum, wo unsere Busse schon auf uns warteten. Gegen 17.00 Uhr waren wir wieder in Augsburg und starteten in unser wohlverdientes Wochenende.

Alles in allem war der Ausflug nach Nürnberg sehr informativ und interessant, da man Geschichte hautnah erlebte und nicht nur aus dem Geschichtsbuch und den Erzählungen aus dem Unterricht. Zudem hat man nun ein wesentlich fundierteres Wissen und einen anderen Blick auf die NS-Vergangenheit und kann sich diverse Dinge besser vorstellen und leichter nachvollziehen. Der Ausflug war ein voller Erfolg und natürlich kam der Spaß trotz des ernsten Themas auch nicht zu kurz.

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