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Das Elixier des Lebens wird in der Welt immer knapper und rückt immer weiter in den Mittelpunkt von sozialen sowie politischen Diskussionen. Bisher fast komplett ignoriert facht es heute umfangreiche Debatten rund um die Welt an. Auch die Vereinten Nationen bleiben von dem heiß diskutierten Thema nicht unberührt. Es kann bei einer Diskussion der UN (Vereinte Nationen) nicht ausgelassen werden, weshalb es zum leitenden Thema der Mini UN an den Projekttagen des Jakob-Fugger-Gymnasiums wurde.

Das in den bereits veröffentlichten Artikeln erwähnte Konzept der sogenannten "Mini MUN" fand auch während der  Projekttage im Juli 2016 in Form einer ausführlichen Diskussion mit Vorbereitung Anwendung. Am ersten der zwei Tage der Veranstaltung wurden teilnehmende Schülerinnen und Schüler der achten bis zehnten Klassen nach einer kurzen Selbstpräsentation und der Vorstellung des P-Seminar-Teams über die United Nations und deren geschichtlichen Hintergrund informiert. Dies gelang vor allem durch die Einbeziehung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Form von praktischen Aufgaben mit anschließender Präsentation und ausgewählten Videos. Abschließend wurde die vom Seminar vorgeschlagene Resolution vorgestellt und den Schülern ein Land zugeteilt, welches jeweils in der Diskussion möglichst realitätsnah vertreten werden musste. Um sich bestmöglich in das Meinungsbild der Nation versetzen zu können, durften die Teilnehmer am finalen Teil des Tages an PCs recherchieren und dort ihre Ideen sprudeln lassen, um einen möglichst breit gefächerten Diskussionsstoff zur Debatte beitragen zu können.

Am zweiten Tag hieß es diskutieren - selbstverständlich, wie es bei einem Englisch P-Seminar üblich ist, komplett auf Englisch. Wie bei der originalen MUN stellte sich jede vertretene Nation einzeln eine Minute lang vor. Anschließend wurden die Resolutionspunkte jeweils detailliert ausdiskutiert, wobei sich schnell herausstellte, dass vor allem der Vertreter von Indien ein Fels in der Brandung war. Stets neutral und moralisch orientiert meldete sich die Nation immer wieder zu Wort. Auch die Vertreter von Amerika, Deutschland, Großbritannien, Japan und Frankreich zeigten wie viele weitere Nationen ein großes Engagement in der Diskussion um die Erteilung von neuen Vorschriften im Themenpool Wasser.

Wie ist die Diskussion nun verlaufen? War das Thema "Wasser" vielfältig genug, um Kritikpunkte und folglich Gesprächsstoff zu liefern oder blieb die Diskussion trocken? Das Ergebnis der "Mini MUN" stellte sich als ein erstaunlicher Erfolg heraus: eine wahre Flut an Argumenten bot sich im Laufe der Debatte, wobei Großbritannien und Indien im Eifer des Gefechts auch auf den Bereich Sklavenhandel und Kolonialisierung abschweiften und von der Leitung der Sitzung zurück zum Thema geführt werden mussten. Die Schülerinnen und Schüler waren also mit vollem Eifer bei der Sache und lebten sich überragend in ihre Rollen ein. Auch Kenia, einem auf den ersten Blick unscheinbaren Land, konnte man in der Diskussion um die Einführung von Vorschriften zur Lieferung vom Grundnahrungsmittel nur schwer das Wasser reichen. Allen voran Amerika äußerte Kritik an einzelnen Punkten der Resolution, doch gegen den Strom der anderen Nationen waren die Einwände in der Angelegenheit Wasser als Grundbedürfnis und Grundrecht des Menschen nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Gab es also einen zufriedenstellenden Schluss?

Wie vorgesehen konnten die Schülerinnen und Schüler ihr Vokabular und ihre Redegewandtheit im Englischen deutlich verbessern. Besonders vorbildlich war die Art und Weise, wie sie sich eingebracht und den Standpunkt ihres Landes vertreten haben. Durch diese effiziente Arbeitsweise entstand eine flüssige Diskussion mit einem durchaus vorzeigbaren Schluss: die Resolution wurde präzise verändert und schließlich von allen Nationen einstimmig angenommen. Das Projekt hat seinen Zweck und seine Ziele also sehr zufriedenstellend erfüllt und konnte den Schülern viel Erfahrung mit auf den Weg geben. Vielleicht ist es ja ein Anstoß für weitere Seminare dieser Art - oder es ist einfach eine großartige Möglichkeit gewesen, den Horizont für interessierte Schülerinnen und Schüler zu erweitern.

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