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un3Die Nationen unserer Welt haben alle unterschiedliche Kulturen, unterschiedliche Mentalitäten, unterschiedliche Ansichten. Gemeinsame Entscheidungen zu treffen, die für jeden einen akzeptablen Kompromiss darstellen, ist schwierig, vor allem auf der politischen Ebene. Jedes Land hat andere Werte, die es vertritt und verteidigt, weshalb Diskussionen mit dem Ziel einer gemeinsamen Entscheidung lang und schwierig sein können. Man muss sich den anderen Parteien anpassen und ihre Interessen mit berücksichtigen können - und das muss gelernt sein.

Um die Fähigkeiten in Englisch und Kommunikation zu stärken sowie die Kenntnisse über andere Länder und deren politische Positionen zu erweitern, veranstaltete das P-Seminar Englisch (Q11) am 18. und 19. März in Kooperation mit der DGVN einen Workshop zum Thema Model United Nations („UN im Klassenzimmer“). Jeder Teilnehmer wurde ausführlich über die politischen Strukturen der Vereinten Nationen, deren Organisation und Funktionen der wichtigsten Organe aufgeklärt. Anschließend wurden an jeden Schüler jeweils ein Land gelost, über das er sich informieren und dessen politische Ansicht übernehmen sollte. Diese Ansicht sollte von jedem Schüler am zweiten Tag des Projektes vertreten werden, am Tag der Konferenz, die so realitätsnah wie möglich, mit Dresscode und streng vorgegebenen Zeiten, abgehalten wurde. Die Vorbereitungen wurden zweisprachig, abwechselnd auf Deutsch und Englisch, abgehalten, wohingegen während der Konferenz ausschließlich Englisch gesprochen werden durfte.UN1

Die Konferenz: Die Konferenz, geleitet von den zwei Mitarbeitern der DGVN, Constanze Zahm und Florian Johren, lief sehr seriös und strukturiert ab. Jeder Teilnehmer stellte zunächst knapp das ihm zugeloste Land und dessen politische Position zu dem gestellten Thema "Syrien-Konflikt" vor. Im Folgenden wurden sechs Punkte zum Thema Eingriff in Syrien diskutiert, wobei jeder Vertreter eines Landes die Erlaubnis zum Reden zugeteilt bekommen musste und einzelne Aspekte abändern durfte und jedem Punkt demokratisch zugestimmt werden musste, damit er in Kraft treten konnte. Zuletzt wurde abgestimmt, ob die ausgearbeitete Resolution mit jedem Land vereinbar war - hierbei muss die Zustimmung jedes einzelnen Landes erfolgen.

un4Da sich Russland gegen die Resolution aussprach, waren die Änderungen ungültig. Doch aus den zwei Tagen hat indes jeder etwas gelernt: sich in die Lage eines Landes hineinzuversetzen, seine eigenen Ansichten mit den Interessen der anderen Parteien zu verflechten und sich auch auf Punkte einzulassen, die vielleicht nicht ganz den eigenen Ansichten entsprechen. Und gerade wegen diesen Aspekten hatte das "Projekt DGVN" einen Erfolg, den man im Unterricht nicht hätte erzielen können - denn mit dem Workshop in Kombination mit der englischen Sprache und dem vermittelten Wissen über die verschiedenen Nationen hat es den Schülern doch in gewisser Weise das Tor zur Welt geöffnet.

Abschließend bedanken sich das Jakob-Fugger-Gymnasium und das P-Seminar Englisch herzlich für die Zusammenarbeit mit der DGVN und das Engagement von Constanze Zahm und Florian Johren und hoffen auch in Zukunft auf weitere gemeinsame Projekte.

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