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Kurzvideo - more than words can say...

Studienfahrt Schottland 15 RouteAm Sonntag, den 20. September war es endlich soweit: 30 Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrganges 14-16 des Jakob-Fugger-Gymnasiums machten sich zusammen mit ihren Lehrern Frau Cronenberg und Herr Walcher auf den Weg nach Schottland. Eine Studienfahrt der Extraklasse stand bevor -  taking the high road!

Gut gelaunt, aber noch ein wenig verschlafen, startete die Gruppe mit ihrem Reisebus der Firma Storz um 5:45 Uhr am Plärrergelände. Die geplante Abfahrtszeit von 5:30 Uhr konnte leider nicht eingehalten werden, da man noch auf eine Schülerin warten musste, die verschlafen hatte. Der erste Tag sollte, mit einem kurzen Zwischenstopp in der Eifel, durchgefahren werden. Es ging über Stuttgart und Mannheim, durch den Ruhrpott über die Grenze in die Niederlande. Spätestens dort war die Stimmung im Bus bestens,  da alle ausgeschlafen hatten, w

egen des ausländischen Handynetzes kein Internet verfügbar war und die Vorfreude wuchs. So wurde erzählt, Karten gespielt und Schlagerhits gesungen. Das zweite Kurzreferat, nach einem Vortrag am Vulkankrater des Laacher Sees in der Eifel, fand auf der Strecke durch den Hafen in Rotterdam statt. Nach etwa 40 Kilometern Fahrt entlang der Kais des Europoorts (!) erreichte der Bus das Terminal von P&O Ferries und die Schüler machten sich bereit für eine Nacht auf See auf der "Pride Of Rotterdam".
An Bord wurde die Gruppe nicht nur vom schwer verständlichen nordenglischen Akzent des Sicherheitspersonals überrascht, sondern auch von den winzigen Vier-Bett-Kabinen. Trotzdem hatten alle einen schönen Abend, den sie meist auf dem Oberdeck, in der Bar mit Live-Musik, oder bei Starbucks verbrachten.
Schottland Studienfahrt 1549Am nächsten Morgen legte die Fähre am Terminal in Kingston-upon-Hull an und nach einer kurzen Fahrt nach York (souverän im Linksverkehr...) bekamen wir einen ersten Vorgeschmack auf das berüchtigte Wetter in Nordengland. Während der Stadtführung durch den historischen Teil Yorks regnete es fast ununterbrochen. Groß war allerdings die Freude bei einigen von uns über das Wiedersehen mit dem amüsanten Rex Rixon, den sie bei einem Aufenthalt  in der Sprachschule English Venture in Scarborough (seit mehreren Jahren in Kooperation mit dem JFG...)  kennengelernt hatten. Um 13 Uhr ging es dann los Richtung Schottland. Am späten Nachmittag erreichte der Bus das stilvolle Youth Hostel in einem viktorianischen Nobelviertel von Glasgow, wo das erste Mal die Kochkünste der Schüler getestet wurden. Zum Glück hatten sich die Kochteams im Vorfeld akribisch vorbereitet und so ging die variantenreiche Nudelküche von Spaghetti Bolognese bis hin zu feiner Pasta mit Hühnnchengeschnetzeltem oder sogarSchottland Studienfahrt 15112 Sahne-Lachs-Soße. Nach dem Abendessen teilten sich die Jugendlichen in kleinere Gruppen auf und erkundeten die Stadt auf eigene Faust, mit dem Taxi, oder verbrachten den Abend in verschiedenen Bars und Pubs, um einen ersten Eindruck von der Qualität schottischer Getränkespezialitäten zu bekommen. Für den nächsten Tag war eine Busstrecke von circa 100 Meilen geplant. Das Ziel war die Jugendherberge in Glencoe, einem kleinen Ort mitten in den Highlands. Zuerst verbrachte man aber noch einige Zeit im botanischen Garten von Glasgow und in der Innenstadt. Danach ging die Fahrt über Loch Lomond und Rannoch Moor, später durch die atemberaubende Landschaft der schottischen Highlands. Hier hielt der Bus an einigen Stellen an, um allen die Möglichkeit zu geben, ein paar Fotos zu schießen, mit der Drohne die berühmten Kulissen aus Skyfall 007 von oben zu filmen oder einfach nur die Schönheit der Berge zu genießen. Am Glencoe Visitor Centre informierten sich die Zwölftklässler über die "Schlacht von Glencoe", ein Massaker zwischen zwei verfeindeten schottischen Stämmen im Jahr 1692. Danach wurde die Straße immer schmäler und nach kurzer Beratung entschied man sich, die Schüler Basti und Robert zu Fuß Scotland Highlands1auf den langen Weg bis zur Jugendherberge zu schicken, um herauszufinden ob diese mit dem Reisebus zu erreichen ist. Dies war möglich, doch just an der engsten Stelle kam ein Auto entgegen, welches beim Ausweichen von der Straße abkam. So wurde die Ankunft weiter verzögert, da die käftigen Jungs mithelfen mussten, das Auto wieder auf die Straße zu hieven.Schottland Studienfahrt 15 331 Nachdem der Bus an der kleinen Jugendherberge mit nur 40 Betten angekommen war, hatte jeder 15 Minuten Zeit um Zimmer zu beziehen und gegebenenfalls die von der Bergungsaktion schmutzig gewordenen Klamotten zu wechseln. Danach ging es auf eine  Wanderung im Sonnenuntergang zwischen dem Meer und den Bergen der Highlands. Nach dem Abendessen ging man zum Abendprogramm über, welches hauptsächlich aus der Beobachtung des atemberaubenden Sternenhimmels - und Apres-Ski-Hits bestand. Zur Abwechslung wurden aber auch Lagerfeuerlieder gesungen - unter anderem "Loch Lomond", einem berühmten schottischen Volkslied, was allen noch tagelang Ohrwürmer verschaffte - begleitet von Herr Walcher auf der Gitarre. So ließ man angenehm den Abend ausklingen.
Der Wecker klingelte am nächsten Morgen um sieben Uhr, da das Dokumentationsteam unbedingt einige Drohnenflüge über den Highlands im Morgenrot durchführen wollte - und nach dem Frühstück pünktlich um neun Uhr losgefahren werden sollte. Auf der Fahrt nach Inverness wurden einige Zwischenstopps eingelegt. Der erste war in Glenfinnan das historische Eisenbahnviadukt mit dem "Hogwarts Express" aus Harry Potter. Leider erlebten wir hier Schottland zum ersten (aber letzten...)  Mal im Regen und die historische Dampflok war durch eine (immerhin auch historische) Diesellok ersetzt worden. Dann ging  es schnell weiter entlang des Caledonian Canals, einer Ost-West Verbindung im Great Glen, zwischen dem Atlantik und der Nordsee. Der nächste Halt war Loch Ness. Dort hatten die Schüler Zeit zur freien Verfügung. Einige versorgten sich im nahen SupermJFG Scotland 15519519arkt mit Nahrungs- und Süßigkeitenvorräten für die nächsten zwei Jahre, die meisten informierten sich in der "Monster-Exhibition" über den Mythos von Loch Ness und manche gingen ein Stück zum Hafen von Drumnadrochit um dort das schöne Wetter zu genießen - und um nach dem Monster Ausschau zu halten (leider vergeblich - an diesem Tag...).  Dafür konnten wir tatsächlich einige Delphine und Seehunde im Gezeitenstrom des River Ness am herrlichen Sandstrand von Fortrose sichten. In Inverness, unserer Partnerstadt und nördlichstem Punkt der Reise,  wurde abends wieder in den Kochteams gekocht, und wer davon nicht satt wurde, durfte gemeinsam mit unserem Gast Duncan Chisholm, Vorsitzendem des Twinning Comittee und striktem Kilt-Träger, am traditionellen Haggis-Essen ("Burns Supper") teilnehmen. Ein paar Wagemutige probierten einen Bissen der amorphen dunklen  Masse unbestimmter Herkunft - und waren angenehm überrascht über den würzig-deftigen Geschmack. So richtig wollte aber keiner wissen, aus was Haggis eigentlich hergestellt wird... 
Am Donnerstag stand ein Höhepunkt unserer Reise bevor:  die ganze Gruppe wurde um zehn Uhr zum Empfang durch dieSchottland Studienfahrt 15 31 Bürgermeisterin und Regierungsspräsidentin, Provost Helen Carmichael in die Council Chamber des Rathauses geladen. Es fanden interessante Gespräche mit den Mitgliedern von Stadtrat und Partnerschaftskomittee bei geplegtem Tee und Shortbread statt - und schließlich wurden noch kleine Gastgeschenke ausgetauscht. Nach anschließenden zwei Stunden Freizeit in der Innenstadt von Inverness (so mancher fand sein Glück bei Schottland Studienfahrt 15 341Primark, in Schottlands größter Second-Hand-Buchhandlung oder bei unserem Freund aus der Städtepartnerschaft,  Kiltmaker Duncan Chisholm...) machte man sich auf den Weg zur Whisky-Distillerie Glen Grant in Rothes. Dort wurden in einer Führung durch den Betrieb die verschiedenen Vorgänge der Wiskyherstellung erklärt und veranschaulicht. Danach durften die volljährigen Schüler an einer Verkostung teilnehmen und hatten im Shop Gelegenheit den edlen Whisky in verschiedenen Jahrgängen zu kaufen. Nach der Besichtigung ging es auf direktem Weg nach Edinburgh, der letzten großen Stadt vor der Heimreise.  Unsere coole Jugenherberge war mitten in der Altstadt, unterhalb der Burg und so genügte ein Schritt vor die Tür, um einzutauchen in das pralle Nachtleben von Edinburgh mit seinen Pubs, Bars oder Clubs. 
Während der dreistündigen Stadtrundfahrt am nächsten Morgen bemerkten die meisten erst, wie groß die Stadt ist und man konnte sie in voller Pracht erleben. Bei Sonnenschein auf dem Carlton Hill, Edinburghs Hausberg, die Aussicht über Stadt, Hafen und Meer zu genießen war der JFG Scotland 15579579perfekte Abschluss für diesen tollen Roadtrip durch Schottland. Der Rest des Tages wurde im Bus verbracht, da eine weite Strecke bis zur Fähre in Hull geschafft werden musste. In letzter Sekunde erreichte der Bus das Terminal und wir genossen einen weiteren Abend und eine weitere Nacht auf dem Meer, sowie einen wunderschönen Sonnenaufgang am nächsten Morgen in den Niederlanden.
Am Samstag den 26. September mussten dann die knapp 800 Kilometer Rückweg vom Europoort bis zum Plärrergelände in Augsburg, welches um 20:30 Uhr erreicht wurde, gefahren werden. Dabei machten wir auch Rast am Stadion des TSG 1899 Hoffenheim (dieser und all seine Fans waren allerdings zu dieser Zeit gerade in Augsburg bei der Begegnung mit unserem - leider unterlegenen - FCA). Ein herzliches Dankeschön geht an unsere unerschrockenen Lehrer Frau Cronenberg und Herr Walcher, welche sich so gut um alles und alle kümmerten und uns zu dieser großartigen Reise verhalfen.
JFG Scotland 15112112Besonderer Dank gilt auch Fredi, dem tapferen Busfahrer der Firma Storz, der die Gruppe nicht nur sicher über Stock und Stein geführt, sondern auch bei den schrecklichsten Schlagerhits und dem schrägsten Gesang die Ruhe bewahrt hat. Sowohl Schüler als auch Lehrer waren überaus begeistert von den unvergesslichen Momenten und Erlebnissen dieser einmaligen Reise durch Schottland.

Dass wir auf dieser Studienfahrt auch richtig fleißig waren, zeigt bereits unsere Liste der Referate , die wir jeweils vor Ort (bei jedem Wetter...) und zum großen Teil auf Englisch hielten. Deren schriftliche Ausfertigung bildete zudem die Basis unseres Exkursionsführers:

Der Laacher See (Eifel) - Geologie und Vulkanismus
des jüngsten deutschen Vulkans.
Michel Dajana Doustian Tufan
Der Seehafen Rotterdam Klinge Markus Haupt Tobias
Hadrian's Wall Kosak Benedikt Engelmayr Martin
Glasgow Mudrich Benjamin Miller Ralf
Landschaftsgeschichte Schottlands Hertle Patrick Schuszter Till
The Massacre of Glencoe Walcher Camillo  
Scotland in movies Sahin Elyesa Tuncer Idil
Die schottische Wirtschaft: mehr als Schafe, Erdöl und ein Silicon Glen? Bredenbeck Anton Kordik Verena
Highland Games Burkhart Andreas Horn Daniel
The Loch Ness monster myth Walter Kathrin Tonisz Anna-Sophie
Inverness Ba Naissy Jacob Tabea
The Scottish education system Sheikh Hunain Ruess Sebastian
Whisky Giese Patricia Backasch Daniela
The struggle for Scottish independence Haidinger Jonas Fendt Alexander
Mary Stuart and Queen Elizabeth I Waschek Tobias  
Edinburgh Rall Martin Arrosquipa-Allende Engelbert
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