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NanoChannelsLogo_Final_klAm ersten März 2012 lud das Jakob-Fugger-Gymnasium zu einem Abend, der unter einem höchst aktuellen Thema stand: Nanosensoren in der Medizin. Diese Nano-Debatte stellte den Höhepunkt und zugleich den Abschluss der Aktivitäten im Rahmen des NANOChannels-Projektes des EUN dar, an dem die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10c und 10d im Rahmen Ihres Chemie- und Physikunterrichts teilgenommen haben. Die Schülerinnen und Schüler leiteten das Publikum zu den verschiedenen Aspekten und Problemen, die bei der Nanotechnologie auftauchen können, aber stellten auch die Chancen dieser innovativen Technologie heraus.

Bevor man den Veranstaltungssaal betrat, bekam jeder Gast ein kleines Abstimmungsgerät, denn zu Beginn des Abends fand eine TED-Umfrage statt, die freundlicherweise von der Firma Rumprecht - Veranstaltungstechnik aus Berlin unterstützt wurde. Mit dieser Umfrage sollte herausgefunden werden wie die Zuhörer zu diesem kontrovers diskutierten Thema stehen. Benedikt Fuchs und Dominik Frey stellten sofort nach der Abgabe der Antworten die Ergebnisse vor und bildeten eine erste These. Zeitgleich wurde diese Umfrage auch auf der facebook-Projektseite durchgeführt und so wurden auch diese neuen Kommunikationskanäle in das Konzept eingebunden. Charmant leiteten die zwei Moderatoren Anna Lena Heyne und Michael Massalitin nach der Auswertung über zu verschiedenen Vorträgen, die das Thema grundlegend beleuchteten.

In mehreren sauber recherchierten und gekonnt vorgetragenen Rollen stellten die Schüler unterschiedliche Standpunkte vor, die im Zusammenhang mit der angestrebten Verwendung von Nanosensoren in der Medizin relevant sind:

Den Bedenken der Krankenkassen und der Human Rights Aktivisten standen die Interessen der Pharmaindustrie und der Patienten gegenüber. Nanotechnologie ermöglicht eine frühere Erkennung von Krankheiten wie Krebs, denn die diagnostischen Instrumente sind viel feiner als die bisherigen Methoden und erlauben eine gezieltere und früher beginnende Behandlung, die viele Leben retten könnte. Auf der anderen Seite jedoch gibt es Bedenken, die den Datenschutz betreffen. Kann der zukünftige Arbeitgeber meine Daten abrufen und mir dann eine Absage ergeben, mit der Begründung, ich hätte eine hohe Anfälligkeit Krebs zu bekommen? Muss ich auch meiner Krankenversicherung einen höheren Beitrag bezahlen aufgrund dieser Anfälligkeit? Was ist mit einem Kredit? Was sagt die Bank dazu?

Jede offene Frage wurde von den drei Experten, Prof. Dr. Achim Wixforth (Universität Augsburg, Lehrstuhl für Experimentalphysik I), PD Dr. Stefan Thalhammer, Biologe am Helmholtz-Zentrum München und Prof. Dr. Ulrich M. Gassner, Jurist und Datenschutzbeauftragter der Universität Augsburg ausführlich erörtert.

Ebenso klar wurde den Zuhörern durch das Betrachten von Filmsequenzen und Erklärungen auch das genaue Funktionieren der „Nanos" im Körper. Nachdem die Experten ihre Vorträge präsentiert hatten, startete eine offene Diskussion mit lebhafter Beteiligung.

Eine zweite Umfrage beschloss den Abend und erbrachte ein überraschendes Ergebnis:

Zu Beginn der Veranstaltung waren die Meinungen zur Nanotechnologie divergierend, doch nun, nach Vorträgen und Diskussion waren sich mehr als 90% der Zuhörer sicher, dass die Chancen bei der Nanotechnologie gegenüber den Risiken überwiegen.

Ein Dank für den informativen und flüssig verlaufenden Abend ergeht an die Experten aus Augsburg und München und die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10c, 10d.

Weitere Bilder der Veranstaltung finden Sie hier!
Hier finden Sie eine Auswahl der im Rahmen des Projektes erstellten Artikel zum Thema Nanotechnologie.

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