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Gemeinsam experimentieren und gemeinsam sprechen – naturwissenschaftliche Workshop-Reihe für Übergangsklassen

Es gibt viele Wege zur Integration von Flüchtlingskindern. Dem naturwissenschaftlichen Profil der Schule entsprechend wird am Jakob-Fugger-Gymnasium seit Mai 2016 ein Projekt durchgeführt, in dem über das gemeinsame Experimentieren und das gemeinsame Sprechen von Kindern einer Übergangsklasse und Schülerinnen und Schüler des Jakob-Fugger-Gymnasiums Impulse zur besseren Integration gesetzt werden sollen.

Der Name des Projekts lautet MINTegration. MINT als Abkürzung für die Fachbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik verschmolzen mit dem Ziel der besseren Integration von Flüchtlingskindern.

Auf Initiative des Jakob-Fugger-Gymnasiums (Angelika Felber, Irmgard Schulze und Jörg Haas) entstand die Kooperation mit einer Übergangsklasse (Petra Zanker und Irina Andres) der Grundschule am Roten Tor und dem Lehrstuhl für Physikdidaktik an der Universität Augsburg (Dr. Franz-Josef Heiszler). In Teamarbeit wurden gemeinsam Workshops mit Studenten, Dozenten und den Lehrkräften der beiden Schulen erarbeitet. Verantwortlich für Leitung und Durchführung der Workshops sind die beiden Lehramtsstudierenden Elias Chacour und Evelina Karl, die dieses Projekt für eine praxisbezogene Bachelorarbeit nutzen.

Eine Projekteinheit besteht aus vier verschiedenen Workshops zu folgenden Themen:

  1. Körper/Sinneswahrnehmungen
  2. Stromkreis
  3. Energie
  4. Wasser, Filterung, Mikroskopieren

In diesen Workshops soll die Neugier der Kinder an naturwissenschaftlichen Fragestellungen geweckt und gefördert werden. Als Materialgrundlage dienen die Experimento-Kästen der Siemens-Stiftung und die vom Team didaktisch überarbeiteten Arbeitsblätter.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist es die Kinder durch sprachsensibel gestaltete Arbeitsmaterialien in ihrem Erwerb der deutschen Sprache zu unterstützen. Begleitet werden die Kinder der Übergangsklasse durch Tutoren des Jakob-Fugger-Gymnasiums, die die Kinder als Sprachpaten beim Experimentieren betreuen und ihnen bei der Lektüre der Experimentieranleitungen helfen. Dadurch sollen zudem interkulturelle Kontakte entstehen, die Grundlage eines ungezwungenen Miteinanders werden können.

Im Vorfeld der Workshops fand jeweils ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa des Jakob-Fugger-Gymnasiums statt, das auf Initiative der Grundschule am Roten Tor durch den Rotary Club gesponsert wurde.

Die bisherigen Erfahrungen zeigten, dass den Kindern das Experimentieren großen Spaß macht und in Wiederholungsphasen bereits erste Lernerfolge erkennbar waren. Aber auch die Schülerinnen und Schüler des Jakob-Fugger-Gymnasiums profitierten von den Workshops. Sie waren in ihrer Rolle als Experimentbegleiter und Sprachpaten auch in ihren sozialen und pädagogischen Kompetenzen gefordert. Beim dritten Treffen zeigte sich auf beiden Seiten Wiedersehensfreude und der Spaß am gemeinsamen Experimentieren.

Finanziell gefördert wird das Projekt von der Siemens-Stiftung, die damit insbesondere die Netzwerkschule der MINT-EC-Initiative unterstützt. Ab November werden die Workshops mit weiteren Übergangsklassen wiederholt werden.

Weitere Infos finden Sie auch in folgenden Presseberichten der Augsburger Allgemeinen:

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