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Ein Fuggeraner in Amerika 1. Teil

... die Saison ist schon seit 3 Wochen vorüber, da wir nicht genug Siege vorweisen konnten, um in die Playoffs zu kommen. Für das erste Jahr verlief unsere Saison jedoch besser als erwartet mit 5 Siegen, 1 Unentschieden und 12 Niederlagen. Ich durfte insgesamt 4 Spiele spielen, was ein unglaubliches tolles Erlebnis ist. Ich habe sogar von einem Spiel ein paar Highlights hochgeladen. (http://www.youtube.com/watch?v=LpmCft53FwA )

Nun ist die sogenannte off-season, in der wir bis Februar nicht trainieren dürfen. Deshalb heißt es nun jeden Tag in den Fitnessraum zu gehen, um groß und stark zu werden. Also gibt es nicht wirklich eine Pause für uns. Kann ehrlich gesagt kaum erwarten, wieder auf dem Platz zu stehen und wieder zu trainieren. Die Uni läuft sehr gut, ehrlich gesagt. Dank meiner Vorkenntnisse, welche ich am Jakob Fugger Gymnasium vor allem in Wirtschaft erlangen konnte, glänze ich in meinen Wirtschaftskursen wie zum Beispiel Macroeconomics. Ich strebe einen 1er Schnitt an, welcher, wenn ich mich realistisch einschätze, in Deutschland für mich wohl nie zur Debatte stand. Mir kommen die kleinen Klassen und die sehr hilfsbereiten Professoren sehr zu Gute. Mit einem verstehe ich mich schon so gut, dass er mir womöglich ein Praktikum beim Fußballverein New York Red Bull besorgen kann. Im Allgemeinen läuft es sehr gut für mich.

Neben der Schule habe ich mein erstes Thanksgiving gefeiert. Es war großartig. So viel gegessen habe ich schon ewig nicht mehr. Es gab Truthahn, Schinken und sehr viel andere Beilagen. Jedoch hat das Dessert alles getoppt. So viele verschiedene Kuchen wie zum Beispiel Apfelkuchen, Kürbiskuchen etc. Doch ehrlich gesagt, das Beste war es, mal wieder ein deutsches Bier zu trinken. Zwar ist es nicht erlaubt unter 21 zu trinken, jedoch hat meine American Family mir deutsches Bier gekauft und erlaubt ein oder zwei zu trinken. Weil Kirche hier großgeschrieben ist, waren wir natürlich auch bei einem Gottesdienst. Total ungewohnt, dass der Priester Witze macht und große Bildschirme an den Säulen sind, so dass man die Lieder dort ablesen kann. Sehr modern für eine Kirche, aber es hat mir trotzdem gefallen.

Mein Highlight jedoch war der Black Friday, an welchen man in jeder Mall oder Outlet um die 50% auf alles bekommt. Vor allem sind die Läden 24 Stunden geöffnet, was man sich in Deutschland nie vorstellen kann. Auf jeden Fall sind wir gleich um Mitternacht los zum Shoppen und es war unglaublich, wie viele Autos in der Schlange standen, um ein Parkplatz zu bekommen. Vor den Elektroläden und den  Luxusläden standen Schlangen, welche sicherlich 2 Stunden warten mussten, um überhaupt reinzukommen. Einfach nur verrückt. Wir hatten Glück, da wir nur in Kleidungsläden gegangen sind, in denen man jedoch auch 30 Minuten warten musste, bis man endlich bezahlen konnte. Aber es hat sich gelohnt.

Am Wochenende war ich zum ersten Mal in der Stadt, die niemals schläft: New York City. Es war Liebe auf den ersten Blick. Wir übernachteten in einem Hotel direkt am Time Square. Jedoch hatten wir am ersten Abend Pech mit dem Wetter, da es richtig geschüttet hat. Trotzdem sind wir zum großen Weihnachtsbaum spaziert, welcher jedes Jahr Tausende von Leute anlockt und ich verstehe auch warum. Der beleuchtete Weihnachtsbaum ist ein wunderschöner Anblick und ein Familienfoto unter dem Baum die perfekte Weihnachtskarte. Am nächsten Tag sind wir vor allem durch die Stadt spaziert und haben geshoppt. Eigentlich denkt man, dass man mehr Luxusläden sieht, vor allem auf dem Broadway, jedoch ist das nicht der Fall, sondern lauter normale Läden und ein riesen Einkaufszentrum ist auch in der Nähe, welches wahrscheinlich das Meistbekannte ist. (Macy's). Auch waren wir im Madame Tussauds Wachsmuseum, bei dem ich alte Bekannte wie Frank Sinatra, Leonardo Di Caprio, Obama und etliche andere traf. Als nächstes waren wir im Rockefeller Center, wo der große Silvester Ball mit seinen tausend Farbkombinationen, welcher den Countdown am Times Square darstellt, gesehen haben. Auch habe ich einen Neujahrswunsch aufgeschrieben, welcher mit tausenden anderen Neujahrswünschen als Konfetti am Times Square zum Neujahrswechsel verstreut wird. Somit bin ich ein Teil der riesen Neujahrsfeier in New York City. Es war eine unbeschreibliche Erfahrung und Zeit, auch wenn sie definitiv zu kurz war und zu kalt. Auf jeden Fall werde ich nächstes Semester wieder in die Stadt, die niemals schläft, fahren und hoffentlich noch mehr entdecken.

Mein Semester ist fast schon zu Ende, nur noch zwei Abschlussprüfungen und dann fliege ich am 20.12.2013 wieder zurück nach Deutschland. Freue mich schon auf den Monat in Deutschland und bin gespannt wie sich Augsburg in den letzten 4 Monaten verändert hat.

Weitere Bilder findest du hier!

 

 

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