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Am ersten Wandertag im Schuljahr 2013/2014 hatte die Klasse 9b die Gelegenheit, den Kunstwerken von Laura Ford, einer der renommiertesten Künstlerinnen unserer Zeit, hautnah zu kommen. Die 1961 in Cardiff in Wales geborene Künstlerin und Bildhauerin wuchs in einer Schaustellerfamilie auf und studierte Kunst und Design an Schulen wie der „School of Art and Design“ in Bath oder der „Cooper Union School of Art“ in New York City.

Sie stellte ihre Werke bereits in berühmten Galerien und Museen wie beispielsweise der „Tate Gallery“ in London oder im staatlichen Museum von Wales zur Schau, wo auch noch nach ihrer Ausstellung Stücke von Laura Ford zu betrachten sind.

Durch Frau Lindermayr erfuhr die Klasse, dass derzeit einige Werke der Künstlerin im Schaezlerpalais in der Maximilianstraße ausgestellt sind, einige wurden sogar extra für das Gebäude entworfen. Da man sich eine solche Chance nicht entgehen lassen sollte, besuchte die Klasse im Rahmen des Wandertages mit Frau Lindermayr und Herrn Höfer das Schaezlerpalais, um die Ausstellung zu besichtigen. Beim Anblick mancher Skulpturen wie „limited penguins“ , einer Gruppe von aus Kunststoff geformten Kindern, die in ein enges Pinguinkostüm gezwängt im Raum stehen, oder „Bunny Boy“, ein ebenfalls aus Kunststoff gefertigter kleiner Junge, der sich am Boden gekauert die Ohren zuhält, aus Angst, dass der Bombengürtel, der um sein blaues Hasenkostüm geschneidert wurde, jeden Moment hochgehen könnte, lief es den Schülerinnen und Schülern eiskalt den Rücken herunter. Wem bei den vorher besichtigten Figuren nicht auffiel, dass die meisten Skulpturen kein Gesicht haben, wurde dieses Markenzeichen Fords spätestens beim Anblick des „Day of Judgement“ bewusst: Große, aufgerichtete, gesichtslose schwarze Katzen in Anzügen, die gespannt auf die Apokalypse warten. Die Figur „Tree Girl with Birds“ wurde explizit für das Schaezlerpalais kreiert, um das dort hängende Bild der Daphne (Figur aus der griechischen Mythologie) zu ergänzen, das darstellt, wie sie sich auf der Flucht vor Apoll in einen Busch verwandelt. Die ausgestellten Werke, ob im Garten oder den Räumen des Schaezlerpalais, waren ausgesprochen sehenswert und hinterließen bei vielen aus der Klasse einen bleibenden Eindruck, den sie mit Freude in Erinnerung behalten werden.

Nach der Besichtigung der Ausstellung hatte die Klasse noch die Möglichkeit im schönen (und übrigens frei zugänglichen) Garten des Schaezlerpalais künstlerisch zu arbeiten. Es wurden Karten verteilt, auf denen jeweils eine Emotion vermerkt war, und die Schülerinnen und Schüler zeichneten kleine Kunstwerke, auf denen diese Emotion erkennbar wurde. Bei der anschließenden Präsentation der Werke zeigte sich, dass nicht nur Laura Ford künstlerisch begabt ist...


schaetzlerpalais

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